geschichte

Wien Hauptbahnhof

 

Seit den siebziger Jahren begann in Dekadensprüngen immer wieder eine Diskussion über den Bau eines Zentralbahnhofes für Wien. Verschiedenste Standorte und auch Namen wurden in diesen Jahrzehnten genannt. Das Gelände des Südbahnhofes, mit dem Lainzer Tunnel als eine wichtige Verbindung zur Westbahn, wurde Ende der achtziger Jahre favorisiert. In den folgenden Jahren wurden etliche Konzepte erarbeitet und auf Grund von politischen und finanziellen Entscheidungen wieder verworfen, dafür gewann das Areal rund um den Südbahnhof immer mehr an Bedeutung. Die Namen des neuen Bahnhofes änderten sich mit jedem Konzept, man sprach vom "Zentralbahnhof", dann über "Wien – Europa Mitte", "Bahnhof Wien" bis zum letzten Arbeitstitel "Wien Hauptbahnhof" (2006 März).

Ende der neunziger Jahre wurde erneut eine Diskussion begonnen, die als Resultat ein Leitbild für das Areal des Südbahnhof-Gelände brachte. Dies bildete dann auch die Grundlage einer Absichtserklärung von Bund, ÖBB und der Stadt Wien einen "Zentralbahnhof" zu bauen. 2003 wurde schließlich ein Masterplan von der Stadt Wien beschlossen, der für das gesamte neu entstehende Areal vom Architektenteam Hotz/Hoffmann & Wimmer ausgearbeitet wurde: ein Durchgangsbahnhof, sowie ein neu entstehendes Stadtgebiet auf dem ehemaligen Bahnhofs- und Frachtenbahnhofsgelände des Südbahnhofes (inklusive Ostseite).

Der offizielle Spatenstich für den "Wiener Hauptbahnhof" erfolgte am 12. Juni 2007. Bis zum Sommer 2010 wurde der Südbahnhof und das Bahnhofsareal kontinuierlich abmontiert, abgebaut und abgerissen.

Die Inbetriebnahme des neuen Hauptbahhofes ist für 2012/13 geplant, bis 2015 sollen alle weiteren Bahnanlagen folgen. Auf dem ehemaligen Südbahnhof bzw. Frachtenbahnhof und freiwerdenden Gelände wird bis 2025 ein neuer Wiener Stadtteil entstehen, dessen Planung und Entwicklung federführend von der Wiener Stadtplanung geleitet wird.


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